Kommunikations- und Zugangswege für vulnerable Gruppen (COME-UP)

Dr. Dawid Pieper1, Annika Lena Neuhaus1, Jessica Breuing1

1Private Universität Witten/Herdecke, Köln

 

Hintergrund und Zielsetzung

Die Diabetesprävalenz, v.a. des Typ 2 und Gestationsdiabetes und deren Folgeerkrankungen, steigt weltweit erheblich an. Die Folgekosten werden von der International Diabetes Federation (IDF) auf insgesamt 420 Mrd. Euro geschätzt. Von Gegen- und Aufklärungsmaßnahmen werden sog. vulnerable Gruppen, wie beispielsweise Personen mit Migrationshintergrund und niedrigerem Bildungsstand eher seltener erreicht, weisen aber ein höheres Erkrankungsrisiko auf. Daher werden patientenzentrierte, kultursensitive Herangehensweisen gefordert, die spezifisch auf die einzelnen Gruppen abzielen. Ein Königsweg ist jedoch bislang nicht bekannt. Auf Basis eines Scoping Reviews sollen somit mögliche Kommunikationsstrategien und Zugangswege für vulnerable Gruppen detektiert werden.

Vorgehensweise

Zunächst erfolgt eine systematische Literaturrecherche bzw. die Erstellung des Scoping Reviews. Die Ergebnisse werden in je zwei Fokusgruppendiskussionen (Experten und Akteure) diskutiert, angepasst und in einem zusammengefassten Katalog den Experten und Akteuren rückgespiegelt und abschließend begutachtet. Dieser Katalog wird in Abstimmung mit dem Projekt „Awareness für das Risiko Typ 2-Diabetes unter Erwachsenen in der ersten Lebenshälfte – Informationsverhalten, Bedürfnisse und für die Informationsaufbereitung und -vermittlung“ – „Take Care!“ finalisiert.

Relevanz für die nationale Aufklärungs- und Kommunikationsstrategie

Die Erstellung eines Transferleitfadens soll Praxisakteure unterstützen, Kommunikationsstrategien bzw. Zugangswege zielgruppenspezifisch auszugestalten. Damit soll insbesondere die Erreichbarkeit sog. vulnerabler Gruppen gesteigert und ein wichtiger Beitrag zur nationalen Aufklärungs- und Kommunikationsstrategie geleistet werden.