Geschäftsstelle Nationale Aufklärungs- und Kommunikationsstrategie zu Diabetes mellitus der BZgA

Die Geschäftsstelle Diabetes wurde 2016 bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) eingerichtet und wird durch das Bundesministerium für Gesundheit gefördert. Ziel der Geschäftsstelle ist es, gemeinsam mit wesentlichen Akteuren im Bereich Diabetes qualitätsgesicherte und evidenzbasierte Aufklärungs- und Informationsangebote zu Diabetes mellitus zu bündeln, zu entwickeln und umzusetzen.

Die Aufklärungs- und Kommunikationsstrategie richtet sich nicht nur an Menschen mit Diabetes. Wir wollen bestehende Wissenslücken auch in der Allgemeinbevölkerung, in Gruppen mit erhöhtem Krankheitsrisiko, wie zum Beispiel Menschen mit Metabolischem Syndrom, oder bei Schwangeren schließen und auch die Multiplikatoren erreichen, die das Wissen über Diabetes weiter verbreiten.

Die Geschäftsstelle nutzt unter anderem die vom Robert-Koch-Institut im Rahmen der Nationalen Diabetes Surveillance erhobenen Daten, um Möglichkeiten zur Prävention zu identifizieren und Aufklärungsangebote zu Möglichkeiten der Erkennung und Behandlung dieser Erkrankung zu verbreiten und gegebenenfalls zu entwickeln.

Warum wurde eine Geschäftsstelle Diabetes gegründet?

Es gibt bereits zahlreiche Vorbeugungs- und Aufklärungsmaßnahmen. Manche sind nicht ausreichend wissenschaftlich geprüft oder erfüllen nicht die wissenschaftlichen Anforderungen. Andere Maßnahmen sind dagegen noch nicht ausreichend verbreitet und bekannt oder in die Versorgung integriert. Zudem werden bestehende Möglichkeiten für Vorsorge und Versorgung nicht genügend in Anspruch genommen.

Deshalb beschäftigt sich die Geschäftsstelle Diabetes mit Präventionsmaßnahmen auf allen Ebenen, d.h. Primär-, Sekundär-, und Tertiärprävention:

  • Wir sichten und systematisieren wissenschaftliche Erkenntnisse und identifizieren und bündeln somit nachgewiesen wirksame (evidenzbasierte) Maßnahmen.
  • Wir informieren gezielt über wissenschaftlich fundierte und effektive Maßnahmen, insbesondere für Menschen mit besonders hohem Risiko für Diabetes mellitus und Menschen, die bisher nicht erreicht wurden.
  • Wir sorgen gemeinsam mit allen Akteuren dafür, dass diese Maßnahmen wirksam, verständlich und abgestimmt die verschiedenen Zielgruppen erreichen.

Welche Informationen und Maßnahmen zur Diabetes-Prävention gibt es und wie sollen diese verbreitet oder verbessert werden?

Die Geschäftsstelle Diabetes führt in einem ersten Schritt eine Bestandsaufnahme und Bedarfsanalyse durch. Gegenwärtig erheben und analysieren wir wissenschaftliche Erkenntnisse über die Prävention von Diabetes und prüfen, welche Maßnahmen qualitätsgesichert und wissenschaftlich geprüft sind.

Im nächsten Schritt wollen wir Informations- und Aufklärungsangebote identifizieren, die sich speziell an verschiedene Zielgruppen richten und für bestimmte Lebenswelten entwickelt sind. Dazu gehören beispielsweise besondere Risikogruppen, wie Kinder und Jugendliche, Menschen mit Migrationshintergrund oder Menschen mit Diabetes, die mit den bestehenden Versorgungsangeboten nicht oder nur unzureichend erreicht werden. Ziel ist es, zielgruppengerechte, wirksame Kommunikationskanäle (z.B. Soziale Medien, Filme, Broschüren, Plakate, etc.) zu nutzen, sodass die Informationen dort ankommen, wo sie besonders benötigt werden.

Um Informaationsbedarf und Informationswege genau beschreiben zu können, arbeitet die Geschäftsstelle Diabetes eng mit dem Team der Nationalen Diabetes-Durveillance am Robert Koch-Institut zusammen. Hier werden Daten zur Diabeteserkrankung erhoben, gesammelt und untersucht. Erste Ergebnisse sind hier veröffentlicht.

Anschließend sollen bestehende wissenschaftlich fundierte und effektive Informationsangebote in Zusammenarbeit mit allen Akteuren zielgruppengerecht verbreitet werden. In Bereichen, in denen das Informationsangebot bisher als unzureichend bewertet wurde, sollen neue Aufklärungsangebote geschaffen werden.


Fachbeirat Nationale Aufklärungs- und Kommunikationsstrategie Diabetes mellitus

Folgende Expertinnen und Experten sind Mitglieder in unserem Fachbeirat

Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin

Corinna Schaefer

Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin
Deutsche Diabetes Föderation e.V. (DDF)

Dr. Klaus-Dieter Warz

Deutsche Diabetes Föderation e.V. (DDF)
Deutsche Diabetes-Hilfe – Menschen mit Diabetes e.v.

Diana Drossel

Deutsche Diabetes-Hilfe – Menschen mit Diabetes e.v.
Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG)

Angela Gäbler-Rohrig

Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG)
Deutsche Sporthochschule Köln

Prof. Dr. med. Dr. Christine Graf

Deutsche Sporthochschule Köln
Deutscher Diabetiker Bund e.V. Bundesgeschäftsstelle

Heidi Hartmann

Deutscher Diabetiker Bund e.V. Bundesgeschäftsstelle
Deutscher Hausärzteverband e.V.

Ulrich Weigeldt

Deutscher Hausärzteverband e.V.
Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt <br>Helmholtz Zentrums München <br>Abteilung Kommunikation

Ulrike Koller

Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt
Helmholtz Zentrums München
Abteilung Kommunikation
Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt <br>Institut für Diabetesforschung <br>Helmholtz Zentrum München

Prof. Dr. med. Anette-Gabriele Ziegler

Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt
Institut für Diabetesforschung
Helmholtz Zentrum München
Deutsches Zentrum für Diabetesforschung

Dr. Astrid Glaser

Deutsches Zentrum für Diabetesforschung
diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe

Nicole Mattig-Fabian

diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe
Diabeteszentrums Bad Mergentheim <br> Psychosoziale Abteilung

Prof. Dr Bernhard Kulzer

Diabeteszentrums Bad Mergentheim
Psychosoziale Abteilung
Else Kröner-Fresenius Zentrum

Prof. Dr. Hans Hauner

Else Kröner-Fresenius Zentrum
GKV Spitzenverband<br>Abteilung Medizin

Zeynep Kania

GKV Spitzenverband
Abteilung Medizin
Heinrich Heine-Universität Düsseldorf <br>Institut für Versorgungsforschung und Gesundheitsökonomie

Prof. Dr. med. Andrea Icks

Heinrich Heine-Universität Düsseldorf
Institut für Versorgungsforschung und Gesundheitsökonomie
Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover <br> Institut für Journalistik und Kommunikationsforschung

Prof. Dr. Eva Baumann

Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover
Institut für Journalistik und Kommunikationsforschung
Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen

Dr. Klaus Koch

Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen
Kassenärztliche Bundesvereinigung<br>Sektorenübergreifende Qualitäts- und Versorgungskonzepte

Dr. Franziska Diel

Kassenärztliche Bundesvereinigung
Sektorenübergreifende Qualitäts- und Versorgungskonzepte
Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg

Prof. Dr. Michael Böhme

Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg
Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen (LZG NRW)

Dr. Brigitte Borrmann

Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen (LZG NRW)
Nationales Diabetes-Informationszentrum des Deutschen Diabetes-Zentrums (DDZ) <br>Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Dr. Olaf Spörkel

Nationales Diabetes-Informationszentrum des Deutschen Diabetes-Zentrums (DDZ)
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Robert Koch-Institut

Dr. Thomas Ziese

Robert Koch-Institut
Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum <br>Forschungsdepartment Kinderernährung (FKE) <br>Klinik für Kinder- und Jugendmedizin

Prof. Dr. Mathilde Kersting

Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum
Forschungsdepartment Kinderernährung (FKE)
Klinik für Kinder- und Jugendmedizin
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Prof. Dr. med. Franz Rinninger

Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Verband deutscher Betriebs- und Werksärzte <br>BG BAU – Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft

Dr. med. Anette Wahl-Wachendorf

Verband deutscher Betriebs- und Werksärzte
BG BAU – Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft
Wissenschaftliches Institut der Privaten Krankenversicherung

Dr. Frank Wild

Wissenschaftliches Institut der Privaten Krankenversicherung
Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung

Dr. Bernd Hagen

Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung